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December 12, 2014

Click here for full size. Even bigger version (Posters) will be available at the nodrama assembly and here: Zines and Prints.

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mein schönstes Ferienerlebnis

September 12, 2014

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Das muss man erst mal hinkriegen, derart eine Reise zu versemmeln. Mein Südafrika-Trip endete in Deportation. Ich erklär mal kurz wie man das macht:
Die Seychellen sind eine niedliche Inselgruppe randvoll mit endemischen Arten. Größtenteils nicht giftig. Deshalb dachte ich mir auch nichts weiter dabei, einen längeren Stopover auf dem Weg in den Urlaub zu buchen. Da dort wohl keine unbeheimateten Backpacker akzeptiert werden, schnell noch ein nettes AirBnB geklickt, die Einreiseanweisungen der Gastgeberin ausgedruckt und ihr als Begrüßungsgeschenk ne Flasche Wein eingepackt.
Diese zerbrach dann bedauernswerterweise auf dem Hinflug und weichte meinen gesamten Rucksackinhalt ein. Bei der Einreisekontrolle wurde er rausgeholt und zur genaueren Untersuchung zur Seite gebracht.

Der erste Gegenstand der nicht zu gefallen schien, waren die ausgedruckten Emails meiner Gastgeberin. Ich war mir auch gar nicht sicher ob ich anderen die kompletten Mails zeigen durfte aber die Kontrollperson beruhigte mich: “There is nothing private here.” Was der Grenzkontrolle missfiel war dass in einer Emailsignatur eine andere Adresse angegeben war als ich – den Anweisungen meiner Gastgeberin folgend – auf dem Einreiseformular angegeben hatte. Außerdem war ihnen der Privatkontakt ohnehin suspekt. Wenn ich zum ersten Mal hier war, wie konnte ich dann jemanden kennen? Die Antwort “Internet” wurde erwidert mit “you can’t trust social networks.”
Und wenn ich jemanden kennen würde bei dem ich unterkomme, warum wurde ich dann nicht abgeholt? Viele Fragen, beispielsweise nach der gesamten Reisedauer oder wann ich den Flug gebucht hatte, konnte ich auch nicht sofort aus dem Kopf beantworten und musste Notizen konsultieren. Damit fing ich wohl endgültig an verdächtig zu wirken.
Verdächtig war außerdem meine Art zu reisen: Sie wollten mir nicht glauben dass ich allein reise und nicht alles durchgeplant habe. Es wurde bezweifelt dass man auf diese Art reisen kann oder gar Couchsurfen. Ich meinte doch klar, mache ich oft. Das wurde hinterfragt und mir zum Beweis vorgeworfen dass ich laut Pass ja noch nirgends gewesen sei. Mein ein Dreivierteljahr alter Pass hat nämlich erst zwei andere Stempel… Vor allem allein nach Südafrika zu wollen, hielten sie für unmöglich und absurd gefährlich.

Ich war vorher schon nervös aber als mehrere Grenzkontrollleute anfingen, den ganzen Rucksack auszupacken und meine Notizbücher mit tagebuchartigen Einträgen zu lesen, hab ich wohl ein bisschen zu sehr das Gesicht verzogen. Man versuchte mich zu beruhigen, es sei Standardvorgehen. Irgendwie gelang es mir nicht, sie zu überzeugen dass ich keine Angst vor illegalen Fundstücken hatte, sondern es mir einfach peinlich war.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt machte ich offensichtlich nur noch Fehler. Als ich gefragt wurde, wer mein Ticket für mich gekauft hatte, antwortete ich wahrheitsgemäß. Ich hatte damals noch kein Onlinebanking oder Kreditkarte und die Buchung deshalb an einen Freund delegiert. Rückblickend betrachtet hätte ich das auch verschweigen können denn aus meinen Unterlagen ging es gar nicht hervor und es rief nur noch mehr irritierte Blicke hervor. Inzwischen war ich anscheinend auch unfähig glaubhaft zu machen, dass ich tatsächlich das Land bereisen wollte “because you know nothing about it – you’re here for something else!” Außerdem wurde mir wiederholt vorgeworfen betrunken zu sein (weil mein Gepäck nach Alkohol roch).

Und dann packten sie den Vibrator aus.

Fünf oder mehr Sicherheitsbeamte hatten sich inzwischen um mein Gepäck versammelt und glotzten nun grinsend bis angewidert mein Sexspielzeug an. Das war zwar der klassische im-Boden-versink-Moment aber noch nicht der Tiefpunkt des Tages.

Als nächstes wurden meine 700 Euro Bargeld für zu wenig zum Reisen befunden und der Geldautomat weigerte sich, den Kontostand meiner Kreditkarte mitzuteilen.
Ich wurde dann von drei Sicherheitsleuten in einen Raum gebracht, um “endlich die Wahrheit” zu sagen. Naja okay, also eigentlich war das ganz cool. Genau wie ich gerne mal in einer Drogenkontrolle mit Spürhund sein würde, wollte ich ja schon immer mal sehen wo die Leute mit den rausgezogenen Koffern hingebracht werden und was dort passiert.
Ich sei nicht die erste die in den Befragungsraum müsse und dort würden sie dann alle die Wahrheit sagen, wurde mir mitgeteilt. Danach dürfe ich auch einreisen. Ich war ernsthaft am überlegen ob ich mir irgendeine “Wahrheit” ausdenken sollte, die sie vermutlich hören wollten und dann Strafe zahlen oder in ein anderes Hotel gehen. Ich wusste nur nicht was es sein könnte was sie hören wollen würden.
“What are you really here for?”
“I’m really just here to travel.”
“Your clothes tell me differently.” Wenn ich wirklich reisen wollte, hätte ich nicht nur diese Klamotten dabei.
In der etwas naiven Hoffnung sie damit überzeugen zu können, packte ich also meinen Rucksack erneut aus und zeigte dass ich sehr wohl viele weintriefende Kleidungsstücke hatte!
Die Reaktion war kurz und kompromisslos; “You can’t wear this here!” Ich nehme an dass es wohl nicht um die Anzahl meiner Klamotten sondern um die Art ging. So ganz aufgeklärt wurde das aber nicht denn direkt danach wurden erstmal wieder Sextoys Thema. “You’re not here on vacation, you’re here to meet men!”
Ich so: “I know this doesn’t look good. But it is just for private use!”
Die so: “Why would you bring this if you’re visiting someone”
Ich so: “I might still be by myself at night…?”
Inzwischen hatte ich die Hoffnung mich da rausreden zu können schon völlig aufgegeben.

Als Lösung für mein Problem wurde mir angeboten drei Tage in einem Hotel ihrer Wahl zu bleiben und meinen Flug dann kostenpflichtig zu re-routen: direkt nach Hause statt Südafrika. Ich verstand nicht ganz was das bringen sollte wenn das Problem meine Einreise war. Mir wurde erklärt dass ich viel zu wenig Geld hätte und alles auf den Seychellen würde ausgeben müssen und dann in Südafrika nichts mehr hätte. Ich lehnte das Angebot ab.

Also wurde ich sofort deportiert. Deportiert werden läuft für weiße Europäerinnen ungefähr so: Man bekommt den Pass weggenommen und einen Platz zum warten zugeteilt. Irgendwann kommt jemand mit dem Pass und geht woanders hin, also soll man folgen. Und so geben dann verschiedene Airline- und Flughafenangestellte den Pass wie eine unsichtbare Hundeleine weiter und man läuft solange hinterher bis man am Zielflughafen angekommen ist. Dort gibt’s dann nach 2 Tagen unterwegs, darunter 20+ Stunden Flugzeit den Pass zurück aber das Gepäck wurde unterwegs verbummelt. Naja, wenigstens Etihad geflogen, die haben gute Filme.

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Mad Cows

August 06, 2014

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Comicquiz @ Comicinvasion 2014

April 23, 2014

Uns könnt ihr doch nichts vormachen; wir wissen, dass ihr in der Schule nie aufgepasst und statt dessen heimlich unter der Bank Comics gelesen habt. Und deshalb haben wir hier eure vermutlich einzige Chance, trotzdem auch mal mit Wissen zu protzen und dabei auch noch riesige Berge von Preisen abzustauben. Nämlich in Form eines Comic-Quizes. Beweist eure Expertise im Bereich der ulkigen Bildgeschichten auf der COMICINVASIONBERLIN 2014! Wer schießt schneller als sein Schatten, was muss Popeye essen, um stark zu werden und als welches Tier verkleidet sich Batman? Wenn ihr eine dieser Fragen beantworten könnt, habt ihr schon so gut wie gewonnen…

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Mad Dogs

March 20, 2014

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Alles Kaputtfeiern

November 08, 2013

KRASS: MEGA TRIGGERWARNUNG!

Samstag will der stadtbekannte Sexist Georg Kammerer eine Release-Lesung in der Ida Nowhere veranstalten. Wer auch nur einen kurzen Blick in den Roman geworfen hat, weiß, dass diese Veranstaltung verhindert werden muss! Was an dem Buch schlimmer ist, der Text oder die Illustrationen, kann jede selbst entscheiden.

Vielleicht finden sich ja Menschen, um zu intervenieren!

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Zinefists

October 26, 2013

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Wie jedes Jahr hab ich mal wieder mit ein paar Freunden ein kleines Zinefest organisiert und wie jedes Jahr hat mein Baby so viel Zeit und Energie gefressen, dass ich unter anderem komplett vergessen hab, darüber zu bloggen (Körperhygiene und Sozialkontakte wurden auch vernachlässigt aber sind ja bekanntlich ohnehin nicht so wichtig wie bloggen).
Hier jetzt also noch in letzter Minute meine Lieblingslinks zum Thema, denn in wenigen Minuten geht das Zinefest auch schon los. Berlin, wir sehen uns dort!

Wir haben wieder ein volles und abwechslungsreiches Workshop- und Vortragsprogramm. Persönlich bin ich sehr gespannt auf den Vortrag über Samizdat, Untergrundpublikationen in der USSR.

In der Nacht zwischen den beiden Zinefest-Tagen ist nicht nur Zeitumstellung (eine Stunde zusätzlich), sondern auch die Zinefest-Party (fb link), der perfekte Ort zum weiteren rumhängen und quatschen, falls tagsüber mal wieder keine Zeit dafür bleibt. Achtung: Cooles Line-up, die Party könnte voll werden.

Manche Dinge sind so peinlich, dass man sie der Welt einfach nicht vorenthalten kann. Deshalb Hat es auch Funkfabrik B mit ihrer Sendung über das Zinefest in diese Empfehlungsliste geschafft, obwohl ich jetzt nicht wirklich von einer “Empfehlung” sprechen will. Wer hören will, wie ich im Radio die Freunde des Moderators grüße, findet hier den Direktlink zum Download.

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Copy and Destroy

September 26, 2013

Für das diesjährige Zinefest Berlin am 26. und 27. Oktober bin ich zur Zeit auf der Suche nach Referent_innen für Vorträge und Workshops. Meldet euch, wenn ihr gerne etwas erzählen oder machen würdet. Zur Inspiration hier mal die Workshopprogramme der Jahre 2011 und 2012.

Besonders wichtig wäre mir ein Vortrag über Urheberrechte, VGs und die Copyleft-Bewegung. Gespräche in den vergangen Jahren haben gezeigt, dass es Bedarf an einem solchen Vortrag gibt.

Was darf man unter welchen Umständen kopieren? Was ist streng genommen illegal aber wird vermutlich eh nicht bemerkt? Welche Copyrightverletzungsbewegungen gab es (schönes Beispiel weil gleich noch mit Porn sind die Tijuana Bibles. Also quasi die Rule 34 der Great Depression). Welche reformistischen Ansätze gibt es? Wichtig wäre mir: Es soll kein Plädoyer für rechtskonformes Kopieren werden.

Wir sind eine selbstverwaltete und spendenbasierte Veranstaltung aber in den letzten Jahren konnten wir immer auch eine kleine Aufwandsentschädigung für unsere Referent_innen zusammenkratzen. Wenn ihr Zeit und Lust habt, einen solchen Vortrag für vermutlich nicht mehr als 50 Euro zu halten, schreibt mir ne Mail an caro@foxitalic.de, dort beantworte ich auch gerne weitere Fragen, bzw. sorge für noch mehr Verwirrung.

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Getten Sie done

June 07, 2013

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Getten Sie neue Drucke! Am Samstag, den 8. Juni stellt der Kotti-Shop die gesammelten Werke der letzten Monate in der GET DONE: Print Bar aus. Von mir dabei ist der Druck im Bild oben (3 Farben, Riso) und das neue Heft “LSD ins Spülwasser!” (auch 3 Farben, auch Riso). Und ins Wurstwasser! Überhaupt Wasser …

Beginn 20 Uhr, Adalbertstraße 4. Weil der Ort so schwer zu finden ist, hatte ich für eine vergangene Ausstellung schonmal diese praktische Karte gezeichnet. Da wo “Renate” steht, ist der Kotti-Shop. Da wo “caro” steht, bin ich nicht.
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Hedophilie

May 20, 2013

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Vier Tage Wald, Techno und eure Yolo-Tattoos, die in der Sonne glänzen: Am 30. Mai beginnt der diesjährige Weltkongress der Hedonistischen Internationale und ich hab mal wieder einen Beitrag am Start. Der ist ein bisschen so wie das Drogenquiz letzten Monat, aber auch mit Fragen zu weiteren Hedonistenthemen wie beispielsweise Sex oder … Steuererklärung. Zu Gewinnen gibt’s Schweinkram und wenn ihr zum Kongress wollt, solltet ihr euch mit dem Ticketkauf beeilen, denn das geht nur bis übermorgen.

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Macht euch frei!

May 10, 2013

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Endlich der eigene Chef! BY-NC: Neil Hester

Zwei Tage vor der re:publica fragte mich ein Bettler an der U-Bahn nach Arbeit. Auf der Veranstaltung selbst habe ich ihn gar nicht wiedergesehen aber man übersieht ja leicht mal jemanden bei 5000 Teilnehmern. An Arbeitswillen jedenfalls mangelte es nicht – die Konferenz, die ich für ein Projekttutorium auf der Suche nach Internetkultur besuchte, ist quasi eine Verkaufsmesse für kleine geile Einzelkämpfer.

Mein persönliches Highlight war Wolf Lotter von der brand eins, der endlich richtigen Kapitalismus machen will. Seine viertelstündige neoliberale Kampfrede passt gut ins Gesamtbild der re:publica: Als Gegner macht Lotter Politiker, Beamte und Manager aus, die für den bösen, nämlich den Mitläuferkapitalismus, verantwortlich sind. Die Zivilgesellschaft soll sich frei machen von Denen Da Oben, stattdessen sollen alle ihre eigenen Chefs werden.

Lotter war auch gar nicht der einzige mit einer solchen Forderung nach Chefs, die man dann auch noch selbst sein soll. Unter den Sponsoren mit Messeständen fand sich passenderweise 99 designs, eine Jobbörse für Designer, bei der alle Bewerber erstmal ihre Arbeit beim Auftraggeber abliefern und einer am Ende sogar mit Bezahlung belohnt wird.

Andere zeitgenössische Arten an Geld zu kommen, sind umfassende Jobsuch-Kampagnen für einen selbst oder halt Crowdfunding, in dem das Einkaufengehen mit dem guten Aussehen dystopisch wahr geworden ist, wie Diedrich Diedrichsen bemerkte. Endlich der eigene PR-Agent!

Die passende Satire hatte die re:publica auch gleich im Programm: Friedrich von Borries begegnet der Unmöglichkeit des Wohnens, indem er die oberen Zehntausend auf goldene Sessel hocken will, um die Revolution zu finanzieren. Oder so ähnlich. Genau verstanden hab ich das auch nicht.

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Comics aus dem beschädigten Leben

April 20, 2013

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Rechtzeitig zur Comicinvasion (Morgen! Sonntag! Pflichtbesuch!) haben wir endlich mal wieder einen neuen Minicomicband fertiggestellt und dieses Mal sogar für einen thematischen roten Faden gesorgt: Weil uns immer nur Marx zu langweilig ist, haben uns mal über Adorno hergemacht und genau gezeichnet, wie der diese ganzen coolen Sprüche wirklich gemeint hat. Alle eure Lieblingszitate. In drei Panels.

Und um 16 Uhr gibt es wieder unser inkommensurables Comic-Quiz (fb link). Wer schießt schneller als sein Schatten, was muss Popeye essen, um stark zu werden und als welches Tier verkleidet sich Batman? Fragen wie diese – und noch viel schwerere!

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Edit: Weil die Comicinvasion ihre harten Fakten in Grafiken versteckt und einige erlehmänner das nicht lesen können, hier nochmal zum mitschreiben: 21. April 2013, 12-22 Uhr, Urban Spree, Revaler Straße 99.

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April Termine: Zucker, Drogen, Porn

April 03, 2013

Auch im April werde ich wieder ab und zu das Haus verlassen – nämlich genau viermal. Los gehts bereits dieses Wochenende, am 6. April mit einer geheimen Geheimvernissage bei Madame Zucker (fb-Link). Mit Glasmalerei, Drucken und Zeichenwettbewerb:

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Am Samstag, den 13. verraten wir euch ab 20 Uhr ein Geheimnis: Entgegen landläufiger Meinungen ist Alkohol gar nicht die Lösung sämtlicher Probleme. Es gibt nämlich auch noch andere Drogen! Aufgrund dieser schockierenden Einsicht, wollen wir im Baiz-Quiz euer hoffentlich umfangreiches Wissen zu den verschiedensten psychoaktiven Substanzen und ihren kulturellen Einflüssen überprüfen. Zu Gewinnen gibt es – wie immer – Drogen (Also Schaumwein).

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Am Sonntag, den 21. April findet zum zweiten Mal die Comic Invasion statt, das Berliner Comicfestival. Dort haben wir wieder ein Comic-Quiz am Start. ABSOLUTER Höhepunkt des diesjährigen Programms ist aber natürlich die Porno-Ausstellung, zu der ich auch zu sehen bin. Wer noch schöne blutige Beiträge dafür hat, bitte melden!

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Am Dienstag, den 30. April veranstalten wir das jährliche Tucholskystraßen-Tanz-in-den-Mai-Hoffest-mit-irgendwie-Comicbezug-aber-das-ist-alles-noch-nicht-genau-geplant. Genauere Infos beizeiten beirenaten.

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März Termine: Chix & Anon

March 12, 2013

Irgendwie hab ich es trotz Winterschlaf geschafft, diesen Monat zu zwei wirklich sehenswerten Gruppenausstellungen beizutragen.

Ganz besonders freue ich mich auf die – soweit ich weiß erste? – Vernissage der Chicks on Comics am Donnerstag, den 14. in der alphanova Galerie. Die 9 Zeichnerinnen führen in ihrem gemeinsamen Webcomic seit Jahren Gespräche in Comicform. Für die erste große Ausstellung der Ergebnisse, haben sie unter anderem mich als Gast eingeladen, etwas über den Frühling zu zeichnen.

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Und am Samstag, den 23. findet zum etwa tausendsten Mal Anonymous Drawings statt. Dort bin ich, werhättedasgedacht, anonym vertreten. Das heißt, wenn ihr wissen wollt, welche Bilder von mir sind, müsst ihr sie erst kaufen, denn die Namen stehen darunter an der Wand. Und ich verspreche, dass ihr tatsächlich überrascht sein werdet …

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Wald

March 03, 2013

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plomtoffeln

January 28, 2013

Letzte Woche hat sich plomlompom von mspro seinen Herd zeigen lassen. Weil er das neu entdeckte Möbelstück ein zweites Mal benutzen wollte, haben wir Kartoffeln gekocht, auf drei verschiedene Arten: mit Schale, ohne Schale, in der Mikrowelle. Am Ende war unsere Internet-Verbindung so schlecht, dass ich fast 2 Tage zum Hochladen brauchte. Beim nächsten Mal machen wir Mandeln.

(danke erlehmann, fürs Hosten und Krams)

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Auf dem Scherbenhaufen

January 15, 2013

Kreative Zweitverwertung

Mein Kleiderschrank ist ein alter Vogelkäfig. Darin wohnen meine zahmen Höschen. Es ist manchmal ein bisschen unpraktisch, die Kleidung durch das enge Vogeltürchen herausfischen zu müssen aber der Käfig erfüllt seine Hauptaufgabe Stauraum zu bieten, sieht nett aus und war außerdem umsonst weil er als Müll auf der Straße rumlag.

Das ist das beste an Müll: Er ist überall und umsonst. Und so bietet es sich an, Zweitnutzen für nicht mehr benötigtes zu finden. Pinnwände aus Flaschenkorken, Aufbewahrungsbehälter aus leeren Konservendosen. Und aus alten Autoreifen werden Schaukeln auf Spielplätzen. Auch Datenmüll wie unerwünschte Emails wird genutzt: Nicolas Mahler veröffentlichte Illustrationen von Werbemails und nutz so deren bereits vorhandene unfreiwillige Komik, Henning Wagenbreth tat ähnliches mit Betrugsmails.

Vilém Flusser beschreibt diese Art der Müll-Nutzung am Beispiel von Flaschen: „Was nun jene leere Flaschen betrifft, welche aufgehoben wurden, um für Zwecke verwendet zu werden, welche von ihrem Erzeugern nicht beabsichtigt waren, zum Beispiel als Kerzenständer, Blumentöpfe oder Aschenbecher, so sind solche Flaschen Zeugen einer menschlichen Fähigkeit, welche verdient, geradezu die menschliche genannt zu werden. Der Fähigkeit nämlich, von den Dingen Abstand zu nehmen und sie von vorher nicht eingenommenen Standpunkten aus zu sehen.“ Mit phänomenologischer Anstrengung könnten wir von dem unsichtbaren Imperativ, wie Dinge gehandhabt werden sollen, absehen. Müll ist, was wir draus machen.

Abfall zu Pflugscharen

Seit einigen Jahren wird vermehrt der Begriff Upcycling für eine eine Reihe von Design- und Kunsthandwerksprodukten verwendet, die ebenfalls unter Überwindung des unsichtbaren Imperativs aus Müll produziert werden, beispielsweise Handtaschen aus alten Milchtüten oder Spielzeug aus Plastiklöffeln.

Oft findet man einen gewissen Nachhaltigkeitsanspruch im Upcycling-Trend, eine Art Abfall zu Pflugscharen. So schon in der frühesten nachweisbaren Erwähnung des Begriffs Upcycling in einer Ausgabe der Zeitschrift Salvo. Darin kritisiert der abfallnutzende Inneneinrichter Reiner Pilz Recycling-Gesetzgebungen als Downcycling: “They smash bricks, they smash everything. What we need is upcycling where old products are given more value not less.” Das Upcycling Blog ergänzt: „Damit steht Upcycling für Müllvermeidung, da Abfallmaterialien für die Schaffung neuer Produkte verwendet werden.“ Dies wirft Frage auf, was der Müll ist, der dort vermieden werden soll. Müll ist, woraus man Taschen näht.

Vermeintliche Vermeidung

Auf ihrer anderen Website werten die Autoren des Upcycling Blogs eine Umfrage vom September 2012 aus, der zufolge 62,6% die Einzigartigkeit von Upcycling Produkten (Unikate, Kleinst-Serien) als wesentliches Kriterium für ihre Kaufentscheidungen sehen. Eine Veränderung der Massenproduktion ist hier also nicht vorgesehen. Flusser schreibt, angesichts der „sich aufhäufenden Flaschenscherben“ sei dieser Standpunkt „heute nur noch schwer zu vertreten.” Flaschen umzuformen hieße „die Scherben vergessen zu wollen, die aber nicht mehr erlauben vergessen zu werden.”

78,4% der Befragten sehen Upcycling als Trend und 66% als profitables Business. Da die Rohdaten der Studie nicht vorliegen, muss ihre Aussagekraft bezweifelt werden. Einem Anspruch von Nachhaltigkeit würden derartige Aussagen aber widersprechen. Die geplante Obsoleszenz der Trendprodukte ist, dass sie als kurzlebige Statussymbole sehr schnell ihren zukünftigen Status als Müll einnehmen.

Interessant ist auf dieser Seite übrigens auch ein der brand eins entnommenes Zitat Margaretha Runksmeiers, in Russland oder China könne inhaltsleerer Markenfetisch funktionieren, aber doch nicht bei uns aufgeklärtem Publikum. Müll ist, was der Russe und der Chinese machen?

Kreative Zweckentfremdung

Die von Flusser ausgemachte menschliche Fähigkeit, die Gebrauchswerte von Objekten umzudeuten, erfordert jedoch keinen Müll sondern nur einen kreativen Umgang mit der Umwelt. Kreative Zweckentfremdung muss nicht bei kreativer Zweitverwertung halt machen. Ein Feuerzeug hat den vorgesehenen Zweck Feuer zu machen, dient aber auch, oder einigen Menschen sogar primär, als Flaschenöffner. Schon etwas unüblicher ist die Verwendung des selben Gegenstandes als Schweißgerät für löchrig gewordene Plastiktüten.

Dass für augenscheinlichen Müll Menschen sogar Geld bezahlen, ist beispielsweise in der Vorweihnachtszeit evident. Und was allgemein als Müll angesehenes kann für manche eine Ressource sein. Wenn ich auf der Straße einem Sperrmüllhaufen begegne, begrüße ich ihn freudig mit dem Schlachtruf „Free stuff!“

Ein Fehler wäre nur, dies gleich als Lösungsansatz für das Müllproblem von Industrienationen zu glorifizieren. Müll ist das, was übrig bleibt.

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totally progressive art stuff!

December 08, 2012

this month i’m participating in two art things that make me look like a weirdo luddite that longs to work at an assembly line: at haus schwarzenberg you can have me do this:

fridays, saturdays and sundays between 5 and 8 pm local comic artists get cramped in a photo booth and draw portraits for 10 € a strip. i’ll be there on the 15th, the 21st and TODAY!

and at sameheads i’m gonna do this:

10 artists are drawing for 500 consecutive minutes on 500 sheets of paper until they either collapse or get incredibly wasted at the exhibition opening starting at 9pm on friday the 14th. for the second time.

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hipster package

November 03, 2012

anlässlich unserer jährlichen hipster-parade schreibe ich vorerst mal wieder auf deutsch weil es so schön unpassend ist. eine freundin zeigte mir nämlich pralinenpackungen auf denen in doodly hand-gemacht font “hello i just wanna say thank you” steht und bezeichnet das als “jovial-english-friendly-gentrifizierungs-kultur” (aldi hingegen verkauft derweil “herkunfts-schokolade” weil die normale schokolade sich nämlich aus dem nirgendwo materialisiert hat).

bei diesem zinefest jedenfalls findet ihr mich, wie immer, am 0000-tisch und am renate-tisch. immer in heft-form, manchmal auch persönlich. dann gebe ich noch samstag ab 16.30 einen workshop über toten baum, der vielleicht auch raum für gespräche über den häufigen blog-vergleich bietet. und sonntag ab 13 uhr bringen stefen und ich allen die es wissen möchten bei, wie man endlich NICHT zeichnet.

gema-freie musik auf kassette oder cd wird gerne an der bar entgegengenommen.

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prepared statement

November 01, 2012

heute stand ich an der u-bahn, wollte zur uni aber dann habe ich gemerkt dass das eine ganz dumme idee ist. also bin ich wieder nachhause gegangen und habe zwei stunden lang geheult.

grund war mein erhöhter stress-pegel, so kurz vor dem zinefest (achja, nebenbei: dieses wochenende ist das). uni, arbeit und zinefest-orga waren mir einen moment lang zu viel. gelernt mir rechtzeitig auszeiten zu nehmen, habe ich vor vier semestern als ich so gestresst war, dass ich jeden donnerstag (schlümmster tag) aus frust und erschöpfung in der tram nachhause geweint habe. das möchte ich nie wieder und deshalb musste die uni heute ohne mich klarkommen.

soweit, so gesund. leider war damit meine vernunftskapazität in der akuten stresssituation aber auch schon erschöpft. die nächsten zwei stunden habe ich unter anderem meine mitbewohner angekackt und einem meiner partner vorgeworfen, er würde mich “nicht verstehen”.

alles kann mich in solchen momenten extrem unter druck setzen, wie bspw. einen anruf tätigen zu müssen oder meine unzufriedenheit mit mir, weil ich aus versehen diesen text auf deutsch angefangen habe. das ist keine entschuldigung für mein bescheuertes verhalten aber jetzt habe ich es wenigstens erklärt und kann euch beim nächsten mal einfach den link schicken. denn reden kann ich dann bestimmt nicht.

wie ich längerfristig mit stress umgehen kann, ist ne andere frage. mein erster design-job war übrigens für leute die zeitmanagement seminare gemacht haben. da wollte ich dann auch gerne mal hin aber hatte nie die zeit. das projekt ist dann gescheitert weil die professionellen zeitmanager es verpeilt haben. irony overdose.

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